Der Artikel von Hartmut Lenhard behandelt die zentralen Konzepte von Evaluation und Feedback im Bildungswesen. Evaluation wird als systematischer Prozess des Sammelns und Analysierens von Daten zur kriteriengestützten Bewertung definiert, der auf vorher definierten Zielsetzungen basiert und der Verbesserung von Programmen und Maßnahmen dient. Der Begriff Feedback hat sich aus behavioristischen und kybernetischen Forschungen entwickelt und bezieht sich auf die Rückmeldung von Informationen über die Lücke zwischen Ist- und Sollzustand. Während Evaluation ein aufwändiges, empirisch abgesichertes Verfahren darstellt, können Feedback-Prozesse unterschiedliche Formen annehmen und bedienen sich oft alltagstauglicher Instrumente. Das CIPP-Modell bietet einen strukturierten Rahmen zur Evaluation von Kontext, Input, Prozess und Produkt. Die Artikel unterscheidet zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität und betont, dass Qualität immer das Ergebnis einer bewertenden Einschätzung ist, die präskriptive und deskriptive Komponenten verbindet. Der praktische Nutzen wird durch ein Beispiel zur Evaluation des Religionsunterrichtsthemas „Schöpfung oder Evolution?" demonstriert. Evaluationen können auf verschiedenen Ebenen (Makro-, Meso-, Mikroebene) durchgeführt werden und bilden zusammen mit Feedback-Prozessen den Kernbereich von Schulentwicklung und Unterrichtsverbesserung.",