E-Teaching wird definiert als die Unterstützung von Lernprozessen durch computergestützte vernetzte Technologien und unterscheidet sich vom Präsenzlernen durch räumliche und zeitliche Unabhängigkeit. Der Artikel dokumentiert einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Lehr- und Lernkonzeption: Während frühe Ansätze des Instruktionsdesigns stark behavioristisch geprägt waren und Lernprozesse rigide strukturierten, hat sich das Verständnis hin zu einer Ermöglichungsdidaktik verschoben. Lehrende fungieren nicht mehr primär als Wissensvermittler, sondern als Lernbegleiter, Modeartoren und Coaches, die Rahmenbedingungen für selbstgesteuertes Lernen schaffen. Der Text kritisiert starre Strukturen, die zu hohen Abbruchquoten führen, und empfiehlt stattdessen authentische, problembasierte Lernszenarien. Mehrere wissenschaftliche Modelle werden präsentiert: Gagné's Nine Events of Instruction, Collins und Moonens dramaturgischer Ansatz, sowie Mitras School in the Cloud mit dem Prinzip "let learning happen". Das Modell von Mayes beschreibt Lernprozesse in drei zyklischen Stufen (Konzeptentwicklung, Konstruktion, Dialog), während Laurillard die Verschränkung von Narration, Interaktion und Reflexion betont. Zentral ist die Rolle von Lerneraktivitäten, die durch individuelle Voraussetzungen, Lernziele, Lernumgebung und soziales Umfeld beeinflusst werden. Empirische Befunde belegen, dass kollaboratives, projektbasiertes Lernen nicht nur die Motivation erhöht, sondern auch die sogenannten 21st Century Skills fördert und zu besseren Lernergebnissen führt.