Anlässlich des Internationalen Frauentags dekonstruiert die Theologin Ute Leimgruber drei verbreitete misogyne Stammtischargumente: „Wir finden keine Referentinnen", „Frauen wollen gar nicht in Führungspositionen" und „Uns geht es nur um Leistung, nicht ums Geschlecht". Gestützt auf Kate Mannes Theorie der Misogynie als soziopolitischem Phänomen zeigt Leimgruber, wie diese Floskeln patriarchalische Strukturen aufrechterhalten, die faktische Benachteiligung von Frauen verschleiern und deren Forderungen nach gleichberechtigter Teilhabe delegitimieren. Dabei benennt sie konkrete Hindernisse wie den Gender Care Gap, Männerbünde und gläserne Wände und plädiert für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Wirkungen sexistischer Aussagen – unabhängig von der Intention der Sprechenden.