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TheoWebDamaris Knapp

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Damaris Knapp

... weil von einem selber weiß man schon die Meinung“. Die metakognitive Dimension beim Theologisieren

Veröffentlichung:1.5.2026

Wie reflektieren Kinder ihr eigenes Lernen beim Theologisieren? Eine Studie verbindet erstmals kindertheologische Ansätze mit metakognitiven Fähigkeiten und zeigt, welches Potenzial dieser reflexive Unterrichtsansatz für selbstgesteuertes Lernen hat.

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Metakognitive Kompetenzen – also die Fähigkeit, das eigene Lernen zu beobachten, zu reflektieren und selbstgesteuert zu regulieren – gelten in der allgemeinen Schulpädagogik längst als zentral für Lernerfolg. In der religionspädagogischen Forschung hingegen spielen sie bislang kaum eine Rolle. Diese Studie schließt diese Lücke, indem sie einen innovativen Bezug zwischen dem Theologisieren mit Kindern und ihren metakognitiven Fähigkeiten herstellt. Der Ausgangspunkt ist kritisch: Während Leistungsstudien wie PISA und IQB den Blick einseitig auf messbare Outcomes richten, zeigt die pädagogische Forschung, dass der Schlüssel zu nachhaltigem Lernen in der Reflexion des Lernprozesses selbst liegt. Kinder müssen ihre Lernwege verstehen und selbstgesteuert lennen können – dazu benötigen sie metakognitive Fähigkeiten. Die Frage lautet: Wie können diese im Religionsunterricht ausgebildet werden? Hier kommt das Theologisieren ins Spiel. Als besonders reflexiv ausgerichteter Ansatz, der als „Kern des Religionsunterrichts" gilt, bietet es ideale Anknüpfungspunkte. Die Studie zeigt, dass Theologisieren nicht nur religiöse Denkleistungen fördert, sondern auch metakognitive Kompetenzen unterstützt – durch Perspektivwechsel, strukturiertes Nachdenken über das eigene Denken und die Befähigung zur Selbstbeobachtung des Lernens. Zentral für die Untersuchung ist die Subjektorientierung als verbindende Kategorie zwischen religionspädagogischem Anspruch und Lerntheorie. Sie verankert den Gedanken, dass Wahrnehmung und Wirklichkeitsverarbeitung radikal subjektiv erfolgen und dass Metakognition nur vom einzelnen Subjekt her zu denken ist. Die empirische Studie erhebt systematisch, welches metakognitive Wissen und welche Fähigkeiten Kinder mitbringen und wie sie ihr Lernen beim Theologisieren selbst verstehen und erklären. Die Ergebnisse bieten konkrete Anstöße für religionsdidaktische Überlegungen und die Lehrer*innenbildung.

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8.5.2026

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