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Österreichisches Religionspädagogisches FORUMThomas Schlag

Österreichisches Religionspädagogisches FORUM,

Thomas Schlag

„Open book" statt „Blatt vor dem Mund" Was eine Religionspädagogik in theologischer Perspektive für die Bibeldidaktik zu leisten vermag

Veröffentlichung:1.2.2017

Der Beitrag erörtert, inwiefern eine theologische Perspektive die Religionspädagogik substantiell bereichert und die bibeldidaktische Praxis profiliert. Eine biblical education kann als gelingend bezeichnet werden, wenn durch sie in allgemeinbildender und gesellschaftskritischer Weise Lebensdienliches zur Sprache kommt.

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Thomas Schlag, Professor an der Universität Zürich, setzt sich mit der Frage auseinander, welche Impulse eine explizit theologische Perspektive für die Religionspädagogik und die Bibeldidaktik bringen kann. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die theologische Dimension der Religionspädagogik in den letzten Jahren neu in den Fokus gerückt ist – nicht zuletzt durch die Forschung zur Kinder- und Jugendtheologie. Schlag entwickelt ein Verständnis theologischer Bildung, das ‚den ganzen Menschen' in Blick nimmt: kognitive, affektive, spirituelle und sozial-kritische Dimensionen gehören dazu. Eine bibeldidaktische Praxis, die diesem Anspruch gerecht wird, geht über Wissensvermittlung hinaus und fragt nach dem ‚Lebensdienlichen' – dem, was für das konkrete Leben von SchülerInnen relevant und förderlich ist. Schlag plädiert für ein ‚Open book'-Modell der Bibeldidaktik: offen für Fragen, offen für verschiedene Auslegungen, gesellschaftskritisch und lebensrelevant.

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