Für eine weiterführende Gestaltung von kompetenzorientierten Lernwegen zum schillernden Themenbereich ‚Opfer‘ ist eine differenzierte Strukturierung des Lerngegenstands erforderlich. Mit der Entwicklung eines Modellrahmens wird die Vielfalt an theologischen Konzepten zu diesem Thema sicht- und bearbeitbar gemacht. Dafür werden Opfermodelle aus dem theologischen Diskurs generiert, für den alltagsweltlichen Kontext weiterentwickelt und um Modelle, die sich aus Perspektiven juveniler Schüler*innen ergeben, erweitert. Damit ist ein Analyseinstrumentarium für gegenwärtige Schwerpunktsetzungen der Opferthematik in Theologie und Alltagswelt und eine Grundlage für didaktische Entscheidungen gegeben. Abstract A differentiated structuring of the learning subject is necessary for the further design of competence-oriented learning paths on the diverse topic of ‘Opfer’. By developing a model framework, the diversity of theological concepts on this topic is made visible and workable. For this purpose, models of Opfer are generated from the theological discourse, further developed for the everyday context and expanded to include models that arise from the perspectives of adolescent students. This provides an analytical tool for current emphases on the subject of ‘Opfer’ in theology and everyday life and a basis for didactic decisions. Keywords sacrifice – victim – learning subject – model – didactic – adolescents Karin Peter: ‚Opfer‘ – Strukturierung eines herausfordernden Lerngegenstands ÖRF 33 (2025) 1, 131–146 • DOI: 10.25364/10.33:2025.1.8 133 Es ist eine schwierige Sache mit der Opferthematik und der didaktischen Beschäftigung mit ihr – weil mit Opfer alltagsweltlich häufig in erster Linie lebenzerstörende Aspekte in Verbindung gebracht werden.