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Religionspädagogische BeiträgeJohannes Heger

Religionspädagogische Beiträge,

Johannes Heger

Perspektiven der Religionspädagogik

Veröffentlichung:1.5.2019

Der Artikel präsentiert ein Dissertationsprojekt zur Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik. Es werden verschiedene Perspektiven der Disziplin untersucht, um prospektive Erkenntnisse für ihre wissenschaftstheoretische Weiterentwicklung zu gewinnen. Der Fokus liegt auf der synchronen Analyse von Selbstverständnissen der Religionspädagogik und ihrer metatheoretischen Grundlagen.

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Der Artikel skizziert ein Dissertationsprojekt, das sich mit der Wissenschaftstheorie der Religionspädagogik auseinandersetzt. Der Autor begründet die Relevanz wissenschaftstheoretischer Überlegungen: Obwohl dies zunächst paradox anmutet, erfordern drängende Problemstellungen in der Religionspädagogik – wie die Inklusionsdebatte, die Forderung nach Wertebildung und die Frage nach dem Nutzen religiöser Bildung in der postmodernen Gesellschaft – eine selbstbewusste und selbstreflexive Religionspädagogik. Dies ist besonders notwendig, da die Religionspädagogik eine komplexe, interdisziplinäre Disziplin ist, die auf verschiedene Lernorte reflektiert, mit unterschiedlichen Zugängen arbeitet und methodologisch differenziert vorgeht. Der Autor identifiziert eine Forschungslücke in der katholischen Religionspädagogik: Seit den Arbeiten von Ulrich Hemel gibt es kaum Monographien, die metatheoretisch grundlegende Aspekte verhandeln. Das Dissertationsprojekt untersucht verschiedene Perspektiven der Religionspädagogik (anwendungswissenschaftlich, ideologiekritisch, handlungswissenschaftlich, empirisch, wahrnehmungswissenschaftlich und semiotisch). Diese werden anhand eines Dreischritts analysiert: (a) Darstellung ihres Selbstverständnisses, (b) Befragung ihres theologischen Horizonts, (c) kritisch-evaluierende Auseinandersetzung. Das durchgehende Analyseraster bildet die Fragen nach dem Woher, dem Wie und dem Wozu der Erkenntnis. Die ersten Ergebnisandeutungen zeigen: Die Grenzen zwischen den theoretisch getrennten Perspektiven sind teils fließender als suggeriert. Es geht weniger um die Bestimmung der „richtigen" Perspektive als vielmehr um eine reflektierte und begründete Multiperspektivität. Der Blick auf interkonfessionelle Projekte ermöglicht eine konstante Linie wissenschaftstheoretischer Entwicklung zu erkennen und trägt zur Überwindung konfessioneller Lagerbildung bei.

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